Veranstaltungen im Energiebereich
Göttinger Energietagung 2026
Gemeinsam richten die Bundesnetzagentur und das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (efzn) wieder die Göttinger Energietagung aus. Die 17. Auflage der etablierten Veranstaltungsreihe widmet sich am 5. und 6. Mai 2026 dem Thema: „Schlüssel zum Erfolg: Was macht Stromnetze energiewendetauglich?“
Netzbetreiber, Dienstleister und weitere Akteure, die hinter den Anwendungen stehen, sind angesprochen, die Funktionalität ihrer Tools und die technischen Details dahinter zu erläutern. Uns interessiert beispielsweise,
- wie wir eine bessere Kenntnis von Netzzuständen erlangen,
- die Netzplanung optimieren und
- einen sinnvollen Umgang mit der knappen Ressource Netz finden können.
Selbstverständlich sollen auch die Erwartungen und Bedürfnisse der Netznutzenden nicht zu kurz kommen. Gleichzeitig möchten wir Forschenden Raum geben, den aktuellen Stand der Wissenschaft in die Diskussion einzubringen.
Und wir möchten – auch jenseits aktueller regulatorischer Verfahren – den Blick lenken auf konzeptionelle, zukunftsgewandte und kontroverse Themen wie Kooperationen, Standards und weitere Schlüsselelemente für mehr Energiewendetauglichkeit.
Wir freuen uns auf Ihre vielseitigen Perspektiven und Expertisen im Plenum sowie den fachlichen Tiefgang in den drei Fachforen. Die Göttinger Tagung bietet Praxis und Akademia die Plattform, sich akteursübergreifend zu vernetzen und voneinander zu lernen.
Das Programm und die Anmeldeinformationen finden Sie in Kürze auf den Internetseiten des efzn unter: www.efzn.de/get2026
Wir würden uns sehr freuen, Sie im Mai 2026 in Göttingen zu begrüßen.
Historie
Seit ihrem Start 2009 wird die Veranstaltungsreihe zu aktuellen Entwicklungen des Energieversorgungssystems von der Bundesnetzagentur in Kooperation mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen durchgeführt. Sie richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Behörden und aus der Wissenschaft. Ziel sind disziplinübergreifende, praxistaugliche Diskussionsbeiträge und Impulse.
Auf der Internetseite des EFZN finden sich neben detaillierten Informationen auch die Präsentationen zu den Vorträgen der vergangenen Jahre.
Jahr | Thema | Link |
|---|---|---|
| 2025 | Das H2-Puzzle: Wie die Teile richtig setzen? | Göttinger Energietagung 2025 (EFZN) |
| 2024 | Die Spannung steigt: Was gehört ins „Lastenheft“ für ein stabiles Energiesystem? | Göttinger Energietagung 2024 (EFZN) |
| 2023 | Kursbestimmung Anreizregulierung: Wie kalibrieren wir die Koordinaten im Regulierungssystem neu? | Göttinger Energietagung 2023 (EFZN) |
| 2022 | Abgesagt - Quo vadis, Energieinfrastruktur? – Neue Einflüsse auf Markt, Netz und Regulierung | Göttinger Energietagung 2022 (EFZN) |
| 2021 | Verbraucher in der neuen Energiewelt – Handlungsfelder im Markt und Herausforderungen für das Netz | Göttinger Energietagung 2021 (EFZN) |
| 2019 | Sektorenkopplung – Die Rolle der Netzbetreiber | Göttinger Energietagung 2019 (EFZN) |
| 2018 | Ausschreibungen – „Allzweckwerkzeug“ der Regulierung! | Göttinger Energietagung 2018 (EFZN) |
| 2017 | Digitalisierung der Energiewirtschaft - Welche Substanz hat eine Wolke? | Göttinger Energietagung 2017 (EFZN) |
| 2016 | Systemdienstleistungen für das Stromnetz bis 2030 - die Rolle von Kleinanlagen und Erneuerbare Energien-Anlagen | Göttinger Energietagung 2016 (EFZN) |
| 2015 | Bilanzkreissystem - Herzstück des Wettbewerbs und der Versorgungssicherheit | Göttinger Energietagung 2015 (EFZN) |
| 2014 | Netzfinanzierung in der Energiewende - ist die Systematik der Stromverteilernetzentgelte noch zeitgemäß? | Göttinger Energietagung 2014 (EFZN) |
| 2013 | Netzsicherheit in Zeiten der Energiewende - rechtliche, technische und wirtschaftliche Aspekte von Einspeisemanagement und Redispatch | Göttinger Energietagung 2013 (EFZN) |
| 2012 | Dezentralisierung und Netzausbau | Göttinger Energietagung 2012 (EFZN) |
| 2011 | Aspekte der Versorgungssicherheit Strom und Gas | Göttinger Energietagung 2011 (EFZN) |
| 2010 | Ermittlung des langfristigen Ausbaubedarfs | Göttinger Energietagung 2010 (EFZN) |
| 2009 | Ausbau der deutschen Übertragungsnetze | Göttinger Energietagung 2009 (EFZN) |
Webinare zur Gaskrisenvorbereitung 2023
Die Deckung des lebenswichtigen Bedarfs an Gas soll auch in Krisenzeiten gewährleistet sein. Für den Fall, dass die Gaswirtschaftsakteure die Versorgung durch marktgerechte Maßnahmen gar nicht, nicht rechtzeitig oder nur mit unverhältnismäßigen Mitteln beheben können, ist der Staat in der Pflicht, den lebenswichtigen Bedarf an Gas durch hoheitliche Lastverteilung zu decken.
Die Rolle der Bundesnetzagentur in einer Gasmangellage (pdf / 73 KB) beinhaltet eben diese hoheitliche Verteilung und Zuteilung der knappen Gasmengen. Formal muss dafür die letzte Stufe des Notfallplans Gas in Deutschland ausgerufen werden, mit der die Bundesnetzagentur zum sogenannten Bundeslastverteiler wird.
Falls die Notfallstufe eintritt, kann der Bundeslastverteiler verschiedene Maßnahmen abwägen, um eine Engpasszone aufzulösen. Die jeweiligen Entscheidungen werden in Form von Verfügungen gegenüber unterschiedlichen Zielgruppen erlassen. So können beispielsweise Letztverbraucher oder Bilanzkreisverantwortliche von solchen Notfallmaßnahmen betroffen sein.
Um Verteilernetzbetreiber, Letzt- und Endverbraucher über die Maßnahmen und Kommunikationsprozesse in der Notfallstufe zu informieren, fand im Juni 2023 eine Webinar-Reihe statt.
Mehr Informationen zum Verfügungskonzept finden Sie auf dieser Seite.
Forum Marktraumumstellung 2022
Die sukzessive Umstellung von L-Gas (Low calorific gas) auf H-Gas (High calorific gas) schreitet weiter voran. Unter Pandemiebedingungen fand die höchste jährliche Anpassung der gesamten Marktraumumstellung (MRU) statt: 560.000 Geräte sind 2021 auf die Versorgung mit H-Gas vorbereitet worden. Seit 2022 gibt es jährlich 500.000 Geräteumstellungen.
Für diesen Fortschritt mussten einige Herausforderungen bewältigt werden, wie die Erfahrungsberichte der Verantwortlichen von laufenden und abgeschlossen MRU-Projekten beim sechsten Forum Marktraumumstellung am 27. April 2022 zeigten. Innerhalb der digitalen Veranstaltung kristallisierte sich heraus, welchen Einfluss die Corona-Pandemie, die Flutkatastrophe sowie Lieferengpässe auf die geplanten Umstellungen hatten und haben werden.
Keine direkten Auswirkungen auf die geplanten Umstellungen hat bisher der Ukraine-Krieg. So wäre beispielsweise eine potentielle Steigerung der deutschen L-Gas-Förderung laut den Fernleitungsnetzbetreibern Gas grundsätzlich mit einer Umstellung von L-Gas (Low calorific gas) auf H-Gas (High calorific gas) vereinbar.
Alle vorhandenen Präsentationen finden Sie in der nachfolgenden Übersicht:
| Referentinnen und Referenten | Thema | Download |
|---|---|---|
| Frank Harlacher Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. | Status der Marktraumumstellung aus Sicht der Fernleitungsnetzbetreiber | Präsentation zum Vortrag von Frank Harlacher (pdf / 2 MB) |
| Matthias Groos Energienetze Mittelrhein GmbH & Co. KG | Projekt Marktraumumstellung – Erfahrungsbericht und aktuelle Herausforderungen | Präsentation zum Vortrag von Matthias Groos (pdf / 2 MB) |
| Judith Lukaschkowitz regiocom Netzdienste GmbH | Erfahrungsbericht aus laufenden und abgeschlossenen MRU-Projekten aus Sicht des technischen Projektmanagements | Präsentation zum Vortrag von Judith Lukaschkowitz (pdf / 1 MB) |
| Catrin Feldhege-Bittner Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. | Herausforderungen und Marktraumumstellung unter den aktuellen Rahmenbedingungen | Präsentation zum Vortrag von Catrin Feldhege-Bittner (pdf / 732 KB) |