BK3-14-097 Einheitliche Informationsstelle
Zugangsregulierung
Zugang zum Teilnehmeranschluss (TAL)

§§ 10 und 24 VwVfG;
Antrag der eifel-net GmbH auf Zugangsanordnung
hier: Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten vorhandener Telekominfrastruktur zur Erreichung der Breitbandziele insbesondere im ländlichen Raum im Rahmen des Zugangs zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) gemäß § 25 TKG

Die eifel-net GmbH hat mit Schreiben vom 16.09.2014 einen Antrag auf Zugangsanordnung gem. § 25 TKG gegen die Telekom Deutschland GmbH betreffend den Zugang zur TAL eingereicht.

Darin beantragt sie folgende Regelungen im Verhältnis zwischen der Antragstellerin und der Antragsgegnerin zu beschließen:

  1. Die derzeitig zwischen der Antragstellerin und der Antragsgegnerin Telekom Deutschland GmbH geschlossene Zusatzvereinbarung zum Standardvertrag zur Teilnehmeranschlussleitung über Schaltverteiler auf dem Hauptkabel und Kabelverzweiger auf dem Verzweigerkabel gleichlautend gem. Tenor im Beschluß BK3e-14/018 wie folgt zu ändern:

    a. In Ziffer 2.1 werden am Ende folgende neue Absätze eingefügt:
    „Die Telekom errichtet zur Ermöglichung eines DSL-Ausbaus durch eifel-net außerdem dann einen Schaltverteiler (SVt) auf den Hauptkabeln (Hk) einer Kabeltrasse, wenn die von M-net gewünschte Schnittstelle mehr als 550 Meter Hauptkabellänge (VDSL 2 Nahbereich) vom betreffenden Hauptverteiler (HVt) entfernt liegt. Vom SVt dürfen nur die Kabelverzweiger (KVz) mitversorgt werden, bei denen eine Hauptkabeldämpfung von kleiner oder gleich 18,5 dB bei 1 MHz abzüglich der durchschnittlichen Verzweigungskabeldämpfung des jeweiligen KVz (entsprechend KVz-Liste) ab der gewünschten Schnittstelle vorliegt.

    Die Telekom errichtet zur Ermöglichung eines DSL-Ausbaus durch eifel-net einen Kabelverzweiger (KVz) auf den Hauptkabeln (Hk) einer Kabeltrasse, wenn die durch den neuen KVz zu versorgenden APL solche des A0-Bereiches (= APL, die ohne die Zwischenschaltung eines KVz direkt mit Hk am HVt angeschaltet sind) sind und deren Kabeldämpfung vom HVt zum APL größer als 42 dB bei 1 MHz ist.“

    b. Ziffer 2.2 wird wie folgt neu gefasst:
    „2.2.1 Kabelverzweiger auf dem Verzweigungskabel
    Die Telekom errichtet zur Ermöglichung eines DSL-Ausbaus durch eifel-net einen Kabelverzweiger (KVz) auf dem Verzweigungskabel (Vzk), wenn die Verzweigungskabeldämpfung zum davorliegenden KVz mindestens 24 dB bei 1 MHz beträgt und der davorliegende KVz nicht durch die Telekom oder einen anderen KUNDEN der Telekom als die eifel-net mit DSL erschlossen ist, keine wirksame Angebotsaufforderung eines anderen KUNDEN der Telekom vorliegt oder die Telekom die Erschließung des KVz mit DSL konkret geplant hat; Ziffer 8.2 gilt entsprechend.

    2.2.2 Zusätzlicher Kabelverzweiger
    Die Telekom errichtet zur Ermöglichung eines DSL-Ausbaus durch eifel-net einen zusätzlichen Kabelverzweiger (KVz), wenn an allen potenziell über den neuen KVz zu versorgenden Anschlüssen (APL) vom regulären KVz aus die Verzweigungskabeldämpfung größer als 18,5 dB bei 1MHz ist und der davorliegende KVz nicht durch die Telekom oder einen anderen KUNDEN der Telekom als die eifel-net mit DSL erschlossen ist, keine wirksame Angebotsaufforderung eines anderen KUNDEN der Telekom vorliegt oder die Telekom die Erschließung des KVz mit DSL konkret geplant hat, Ziffer 8.2 gilt entsprechend.

    Die Telekom stellt durch Rückeinspleißen in das Hauptkabel (Hk) sicher, dass die durch den zusätzlichen KVz versorgten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) nicht mehr im regulären KVZ aufgeschaltet sind“.

    c. Nach der Ziff. 2.2 wird die folgende neue Ziff. 2.3 eingefügt:
    „2.3 Umlegen von TAL auf geografisch näherliegende Kabelverzweiger
    Die Telekom legt bestehende TAL zur Ermöglichung des DSL-Ausbaus durch eifel-net innerhalb eines Ortsnetzes auf einen anderen Kabelverzweiger (KVz) um, wenn die Dämpfung der umgelegten KVz-TAL vom KVz bis zum APL nicht größer als 18,5 dB bei 1 MHz ist. Voraussetzung für ein Umlegen ist, dass
    a) der entferntere KVz nicht durch die Telekom oder einen anderen KUNDEN der Telekom als der eifel-net mit DSL erschlossen ist, keine wirksame Angebotsaufforderung eines anderen KUNDEN der Telekom vorliegt oder die Telekom die Erschließung des KVz mit DSL konkret geplant hat; Ziffer 8.2 gilt entsprechend,
    b) die betroffenen TAL nicht beschaltet sind oder eine Umschaltung der TAL auf eine KVz-TAL am näheren KVz durch die eifel-net bestellt ist,
    c) die eifel-net für den näheren KVz wenigstens eine Kollokationsangebotsaufforderung abgegeben hat und
    d) eine ausreichende Kapazität im Hauptkabel (Hk) zum näheren KVz vorhanden ist.

Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen BK3e-14/097 geführt.

Der Antrag nebst der beigefügten Anlagen - mit Ausnahme der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse - kann in der BK-Geschäftsstelle der Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn, an Werktagen (Montag bis Freitag) zwischen 08:00 und 14:00 Uhr, nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter der Rufnummer 0228 / 14-4712 oder -4716 eingesehen werden.

Eine öffentlich-mündliche Verhandlung vor der Beschlusskammer 3 ist für den 05.11.2014, 10:00 Uhr, im Dienstgebäude der Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn, im Raum 0.10 terminiert worden. Die Beschlusskammer beabsichtigt allerdings, auf die Durchführung der öffentlich-mündlichen Verhandlung zu verzichten.

BK3e-14/097

Rücknahme Antrag

Stand: 30.09.2014

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